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Lupus Erythematodes

Lupus erythematodes bzw. Systemischer Lupus erythematodes ist eine Autoimmunerkrankung, bei welcher sich körpereigene Abwehrmechanismen gegen den eigenen Körper richten. Sie zerstören damit gesundes Gewebe. Die Erkrankung gehört zur Kategorie der Kollagenosen. Dies sind Autoimmunerkrankungen welche Entzündungen auslösen, die den ganzen Körper betreffen. Hierzu zählt beispielsweise auch die Sklerodermie.

Welche Symptome treten auf?

Betroffene von Lupus erythematodes leiden unter einer ständigen Entzündung der Haut, der Gelenke, dem Nervensystem und innerer Organe. Die Erkrankung ist durch vielfältige Symptome gekennzeichnet. Durch den ständig stattfindenden Autoimmunprozess ist das Allgemeinbefinden der Erkrankten beeinträchtig. Sie fühlen sich müde und schwach und haben Fieber. Da bei Lupus erythematodes chronische Entzündungen der Muskeln, Gelenke und der Haut vorliegen, leiden die Betroffenen unter Schmerzen und Schwellungen der Gelenke.
Die Entzündungen der Haut sorgen für Wunden (schmerzlos) in Mund und Nase, außerdem kann der gesamte Körper Rötungen aufweisen. Vor allem nach dem Aufenthalt in der Sonne verschlechtert sich die Haut der Betroffenen.

Bei Kälte verfärben sich die Extremitäten oft bläulich, da sich die Blutgefäße verengen. Bei fortgeschrittener Erkrankung können Gefühlsstörungen auftreten. Dies deutet darauf hin, dass das Nervensystem angegriffen wurde. Zusätzlich zu Entzündungen der Haut, der Muskeln und Gelenke, sind auch Entzündungen der inneren Organe möglich. Besonders häufig sind Rippenfellentzündungen, Herzbeutelentzündungen und Nierenentzündungen. Durch die Autoimmunerkrankung kann es zu einer sekundären Vaskulitis kommen, einer Entzündung der Blutgefäße. Lupus erythematodes tritt häufig zusammen mit Fibromyalgie auf, eine Erkrankung die Schmerzen im gesamten Körper verursacht.

Ursachen

Im Blut der Betroffenen befinden sich Antikörper, welche den Zellkern angreifen. Antikörper gehören zum normalen Abwehrsystem des menschlichen Organismus. Bei Betroffenen von Lupus erythematodes binden sich die Antikörper jedoch an gesundes Gewebe und sorgen so für Entzündungen. Äußere Einflüsse, die die Entstehung von Lupus Erythematodes begünstigen, sind Sonnenlicht, Tabakrauch, Viren, Medikamente und Hormone.

Behandlung

Zur Behandlung sollte ein Spezialist, in diesem Fall ein Rheumatologe, hinzugezogen werden. Das Ziel einer medikamentösen Behandlung ist die Regulierung des Abwehrmechanismus. Hierzu stehen verschiedene Medikamente zur Verfügung, die je nach Schweregrad der Erkrankung ausgewählt werden.