kollagenose.org

Die Vaskulitis

Als Vaskulitis wird eine Gefäßentzündung bezeichnet. Das Krankheitsbild gehört zu der Gruppe der Autoimmunerkrankungen, wo die betroffenen Personen immer unter entzündeten Blutgefäßen leiden. 

Zu diesem Krankheitsbild gehört beispielsweise Kollagenose, Sklerodermie oder Lupus erythematodes. Am häufigsten ist eine Allergie der ausschlaggebende Faktor für Vaskulitis. Vaskulitis wird in zwei hauptsächliche Kategorien untergliedert. Die Rede ist von sekundärer und primärer Vaskulitis. Die sekundäre Variante entwickelt sich aufgrund der Einnahme von Medikamenten, Autoimmunkrankheiten oder durch verschiedene Infektionen. Als eigenständige Autoimmunerkrankung wird die primäre Vaskulitis bezeichnet. Vaskulitis kann in verschiedenen Ebenen auftreten, sodass die Vene, Venole, die Arteriole oder auch die kleine Arterie befallen werden können. Es wird vermutet, dass der Hepatitis-Virus und das gefährliche Bakterium Staphylococcus aureus ihre Hände im Spiel haben. Was die genaue Ursache für die Erkrankung ist, kann niemand genau sagen.

Das Problem

Leider haben die Mediziner noch kein Mittel in der Hand, um der schmerzhaften Krankheit wirksam begegnen zu können. Da die Erkrankung ein breites Spektrum aufweist, muss für jeden Patienten die passende Behandlung eingeleitet werden. Um allerdings wirksam behandeln zu können, müssten die Ärzte die auslösenden Faktoren kennen. Bis jetzt wird im übertragenen Sinn mit dem Stock im Nebel gestochert. Die Wissenschaftler arbeiten mit Hochdruck daran, ein wirksames Mittel gegen Vaskulitis zu entwickeln. Im Moment sind die Experten damit beschäftigt, bei einigen Probanden die verschiedenen Krankheitsverläufe zu dokumentieren und um zu sehen, wie die einzelnen Therapien bei den verschiedenen Personen anschlagen. Das Augenmerk wird besonders auf die schweren Verläufe gerichtet, denn in diesem Bereich sind die Erfolge weniger gut.

Die unterschiedlichen Verläufe

Besonders kompliziert wird es, wenn innere Organe von Vaskulitis befallen sind. Die Schäden auf der Haut oder der inneren Organe sind manchmal so groß, dass den betreffenden erkrankten Personen nicht mehr geholfen werden kann. Ein recht erfolgreicher Weg verspricht eine Hochdosis-Chemotherapie mit Stammzelltransplantation. Diese Behandlung ist allerdings für die Patienten sehr belastend und mit erheblichen Nebenwirkungen verbunden. Allerdings gibt es bei schweren Erkrankungen für die Patienten keine Alternative.

Einige Formen von dieser Krankheit können recht gut behandelt werden und 80 Prozent der erkrankten Personen sind nach einem Jahr wieder geheilt. Trotzdem kann Vaskulitis erneut auftreten und deshalb sollte bei den ersten Anzeichen ein Arzt aufgesucht werden. Größeres Kopfzerbrechen machen den Medizinern die schweren Verläufe. Hier ist die Prognose sehr schlecht und in etlichen Fällen kann den Patienten nur noch ein schmerzfreies Leben bis zum Tod ermöglicht werden.

Vorbeugung

Am Ende stellt sich bei vielen Menschen die Frage, wie kann ich verhindern, an Vaskulitis zu erkranken? Es gibt keine Möglichkeit sich gegen diese Krankheit zu schützen. Es kann nur auf einige Symptome verwiesen werden, welche sich durch unerklärliches Fieber, rheumatische Beschwerden oder gerötete Augen bemerkbar machen. Auch eine plötzliche Gewichtsabnahme und starkes Schwitzen in der Nacht sind weitere Anzeichen.