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Die Fibromyalgie

Wer unter einer Fibromyalgie leidet wird oft als Simulant eingestuft. Das liegt vor allem an der Vielzahl von Symptomen, die nicht zueinander zu passen scheinen. Im Gegensatz zur Arthrose oder Arthritis sind Röntgenbilder und Blutbild oft unauffällig. Das erschwert die Diagnosestellung erheblich.

Was versteht man unter Fibromyalgie?

Die Fibromyalgie ist eine nicht entzündliche rheumatische Erkrankung der Muskeln, Sehnen und Bänder. Da sie schubweise auftritt, wechseln sich (nahezu) symptomfreie Zeiten mit äußerst schmerzhaften Phasen. Neben den Muskelschmerzen tritt eine Vielzahl weiterer Symptome auf, wie zum Beispiel Kopfschmerzen, Erschöpfung, Schlafstörungen, Magen-Darm-Beschwerden, Allergien, Tinnitus, Reizbarkeit und Stimmungsschwankungen. Nicht jeder Patient leidet unter allen Symptomen. Jeder Krankheitsverlauf ist anders.

Ähnliche Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises

Manche Fibromyalgiepatienten leiden auch unter anderen rheumatischen Erkrankungen. Damit diese rechtzeitig behandelt werden können, sollte der behandelnde Arzt regelmäßig auf eventuelle Symptome achten. Kollagenose ist eine Autoimmunerkrankung, bei der das Bindegewebe entzündet ist. Es gibt verschiedene Formen dieser Erkrankung, wie zum Beispiel Lupus erythematodes. Die sogenannte Schmetterlingsflechte kann sämtliche Organe des Körpers befallen. Häufig tritt ein rötlicher schmetterlingsförmiger Hautausschlag über Nase und Wangen auf. Er gab der Krankheit ihren Namen. Die Sklerodermie ist eine chronische Erkrankung der Haut und der Blutgefäße. Manchmal sind auch andere Organe betroffen, wie zum Beispiel Lunge oder Speiseröhre. Die Haut beziehungsweise das Bindegewebe ist verdickt und verhärtet, es kommt zu Durchblutungsstörungen. Die Vaskulitis ist eine entzündlich rheumatische Erkrankung der Blutgefäße, die auf das umliegende Bindegewebe übergreifen kann.

Behandlung der Fibromyalgie

Die Fibromyalgie kann nicht geheilt werden, aber eine Linderung der Beschwerden ist relativ leicht möglich. Neben einer medikamentösen Therapie, die in schmerzhaften Phasen unerlässlich ist, sind vor allem physikalische Maßnahmen sehr wirkungsvoll. Da nicht jeder Patient auf die gleiche Therapie anspricht, muss jeder für sich herausfinden, was ihm guttut. Wärme mindert die Musekelanspannung und verbessert die Durchblutung. Dadurch wird auch das Bindegewebe gelockert. In akuten Phasen vertragen viele Patienten Kälte besser. So wird die Schmerzempfindlichkeit gemindert und das Gewebe schwillt ab. Häufig bessert sich so auch das Allgemeinbefinden. Physiotherapie in Form von Krankengymnastik oder Manueller Therapie fördert die Beweglichkeit und lockert verspannte Muskeln. Bewegung ist bei einer Fibromyalgie äußerst wichtig, damit sich die Beschwerden nicht verschlimmern. Das richtige Maß zu finden ist nicht ganz einfach, denn eine Überlastung der Muskeln wäre kontraproduktiv.

Mit Fibromyalgie leben

Da die Fibromyalgie eine chronische Krankheit ist, muss man lernen, mit ihr gut zu leben. Manchmal ist dazu eine Psychotherapie nötig. Wichtig sind vor allem gesunde Ernährung, ausreichend Bewegung und Entspannung. Diese erreicht man beispielsweise durch Yoga oder Autogenes Training.